Scheffelschule scheint gesichert

Presseecho

700 Hauptschulen in Baden-Württemberg sollen geschlossen werden (der SÜDKURIER berichtete gestern). Welche Schulen das genau betrifft, steht noch nicht fest. Fest steht dagegen, dass die Blumberger Scheffelschule als Hauptschule mit Werkrealschule gut aufgestellt ist.

Blumberg (blu) Scheffelschulrektor Robert Bornhäuser kann sich nicht vorstellen, dass Blumberg betroffen ist. "Wir sind zweizügig und im 10. Schuljahr gesichert einzügig", sagte er dem SÜDKURIER. Sie müssten darauf achten, dass sie immer zweizügig blieben, so der Rektor. In der fünften Klassenstufe seien es teilweise etwas weniger Schüler, danach erhielten sie von verschiedenen Schulen Seiteneinsteiger. Die Frage sei auch, wie der Klassenteiler sich entwickle.

Alles in allem blickt der Blumberger Schulleiter zuversichtlich in die Zukunft. "Es war ein wichtiger Schritt, die Werkrealschule an der Scheffelschule zu installieren." Über Zusatzunterricht in Klasse 8 und 9 sowie die 10. Klasse können Scheffelschüler die Mittlere Reife erlangen. Die Werkrealschüler wissen auch Blumberger Betriebe zu schätzen, erwähnt seien zum Beispiel entsprechende Aussagen des früheren TRW-Werksleiters Klaus Essel.

Außerdem verweist der Rektor auf die Akzeptanz der Scheffelschule im Umfeld. Welche Wertschätzung der Schule entgegengebracht wird, zeigte sich kürzlich beim Besuch des Landtagsabgeordneten Guido Wolf: Bürgermeisterstellvertreter Stefan Scherer, Polizeichef Norbert Kuttruff, Gesamtkommandant Reinhold Engesser, dazu Vertreter der Betriebe und Vereine und Schulrat Victor Schellinger. Und Guido Wolf gab damals ein klares Bekenntnis für die Hauptschule ab, zur Freude des Schulrats. "Wolf will Hauptschule stärken", titelte der SÜDKURIER am 28. Mai.

Gestern war Guido Wolf eher zurückhaltend auf die Frage, ob die neuesten Pläne von Kultusminister Rau eventuell auch die Scheffelschule betreffen könnten. "Ich äußere mich im Moment nicht zu einzelnen Schulen", erklärte Wolf, der gleichwohl betonte, er stehe nach wie vor hinter den Hauptschulen. "Wir brauchen ein Gesamtkonzept und keine Schnellschüsse." "Deshalb", so Wolf, "werden wir manches politisch diskutieren müssen."

Im Schwarzwald-Baar-Kreis gibt es rund 25 Hauptschulen.

Auf der Pressestelle im Landratsamt in Villingen-Schwenningen war noch nichts zu erfahren. Welche Schulen betroffen seien, könne noch niemand sagen, sagte Pressesprecherin Julia Weiß. Vorgabe des Kultusministeriums sei, dass die Schulen dies mit den Schulträgern bis 2009 selbst regeln sollen.

Blumbergs Bürgermeisterstellvertreter und CDU-Fraktionssprecher Stefan Scherer tritt für die Hauptschulen ein. Die Hauptschulen bräuchten aber Veränderungen, auch beim Leistungsprinzip. In Blumberg müsse die Scheffelschule gestärkt aus der ganzen Diskussion hervorgehen. "Was ich dazu beitragen kann, tue ich."

SPD-Sprecher Adriaan Seifert sieht den Bestand der Scheffelschule eher als gesichert an. Dort gebe es ja nicht die Rückgänge wie an anderen Schulen. FDP-Sprecher Hilmar Schmid ist für die Abschaffung der Hauptschulen, weil die Hauptschulabgänger die schlechtesten Chancen hätten. Bei den Blumberger Schulen habe die Stadt ja Erhebungen gemacht, da gebe es gute Grundlagen.

Der frühere Geschäftsführende Blumberger Schulleiter und jetzige Stadtrat der Freien Liste, Bernhard Prillwitz, sieht die Scheffelschule noch auf Jahre hinaus gesichert. Die jetzigen Pläne beträfen seiner Meinung nach wohl vor allem die kleineren Hauptschulen. Wenn die Scheffelschule geschlossen würde, bestünde derzeit überhaupt keine Möglichkeit, diese Schüler in anderen Schulen unterzubringen.

Südkurier, 4.7.2008

 
 

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